...das es Ihnen so gut geht, sagte der Onkologe. Gemeint war wohl: Es werden noch andere Tage kommen, davon ahnen Sie nur noch nichts und vielleicht ist das auch besser so.

Heute war ein Blutcheck und es ging darum, wie es weiter geht. Tumormarker excellent. Leberwerte excellent. (Das müssen die vom letzten Mal sein). Und mir geht es gut. Keine Schmerzen, kein Husten, keine Atemnot (außer wenn ich durch Sanddünen stapfe oder Leuchttürme besteige, was aber am Gewicht und Trainingszustand liegt)... Das klingt erstmal gut, also ändern wir nichts und machen weiter mit zwei Runden Chemotabletten. In der Hoffnung, daß das MRT und CT nach dem Urlaub gut ausfallen und die Annahme bestätigen.

Todmüde und völlig aufgedreht bin ich irgendwann eingeschlafen und habe allerfeinst geruht und vermutlich das ganze Haus zusammengeschnarcht.

Während mein freundlicher Gastgeber am Strand lief und Brötchen kaufte, habe ich bei einem ersten Kaffee die geschmackvolle Inneneinrichtung des Ferienhauses auf mich wirken lassen. Die Farbgestaltung ist schon sehr speziell.

Nach einem leckeren Frühstück mit exquisitem Orangenhonig in Verpackungsmüll und dänischer Leverpostej hab ich mich auf den Rückweg gemacht.

In Varde wurde noch schnell für den Lieblingsbruder und seine Frau Rullepölse gekauft. Das Zeug lieben die Zwei. Örks. Ich hingegen liebe dieses Verkehrsschild. Das ist einfach der Knaller!

Apropos Knallert forbudt: Der Darm ist entspannt und hält. Trotz Chili con carne gestern.

Alle Ängste und Sorgen waren umsonst. Die Hälfte des Reisegepäcks hätte auch gereicht. Aber lieber so als andersrum.

Und dann passierte der Hammer. Ich habe im Scandinavianpark in Handewitt LPG getankt und vergessen, zu bezahlen. Die Chemo-Demenz hat wieder voll zugeschlagen. Gott sei Dank hatte ich noch die Tankrechnung von der Hinfahrt und konnte dort anrufen. Die Rechnung wird mir gemailt. Und ich soll mir keine Sorgen machen. Das kommt relativ oft vor, das die Leute vergessen zu bezahlen. Dafür ist ja auf jede Tanksäule eine Kamera gerichtet... Alles kein Problem. :-)

Um fünf klingelt der Wecker, um halb fünf höre ich es dezent ans Fenster regnen. Na Bravo. Die befragten Wetterapps sagen für den Norden Dänemarks weiterhin Sonne voraus und zwar für den ganzen Tag. Mit einer Viertelstunde Verspätung breche ich um 6.15 Uhr auf. 340km liegen vor mir bis Henne Strand an der Nordseeküste, südlich vom Ringköbing Fjord.

Obligatorisch beginnt der Ritt mit der Rocky Horror Picture Show, einem heißgeliebten Ritual, wenn ich alleine auf Reisen gehe.

Michael Rennie was ill the day the earth stood still
But he told us where we stand
And Flash Gordon was there in silver underwear
Claude Rains was the invisible man
Then something went wrong for Faye Wray and King Kong
They got caught in a celluloid jam
Then at a deadly pace it came from outer space
And this is how the message ran
Science fiction (uh uh) double feature
Doctor X (uh uh) will build a creature
See androids fighting
Brad and Janet
Anne Francis stars in Forbidden Planet
Oh oh oh oh
At the late night double feature picture show
I knew Leo G. Carrol was over a barrel
When Tarantula took to the hills
And I really got hot when I saw Janette Scott
Fight a triffid that spits poison and kills
Dana Andrews said Prunes gave him the runes
And passing
 
Hinter Neumünster reißt der Himmel auf. In Flensburg im Scandinavianpark gibts den letzten LPG-Boxenstop. Den Tankzettel stopf ich ins Portemonnaie, was sich im Nachhinein als sehr clever erweisen wird.
 
 
Tschüß Tyskland!
 
 
Planmäßig komme ich um 10.15 Uhr in Henne an und werde von einem sympathischen Kerl begrüßt, der in natura jünger aussieht, als auf den Fotos im Internet. Das platzt auch gleich so aus mir raus und ich bekomme zur Antwort "Du bist auch ganz anders als auf den Fotos". Gesagt hat er nix, gedacht hat er vermutlich... in natura bist Du viel dicker und älter ... :-p 
Ich darf mir ein Gästezimmer aussuchen und wähle das gegenüber vom Badezimmer incl. Toi. Aus Gründen... Nach einem sehr leckeren Kaffee starten wir in einem Ford Scorpio, der anfangs etwas nach Kühlwasser riecht, gen Norden. Aufgrund des Kühlwassergeruchs fühle ich mich gleich sehr wohl, das weckt Erinnerungen an meine geliebte Rammeltonne, den Flamingo, die Wanderdüne. Ca. 275 km sind es zu "meinem Leuchtturm". Die Zeit vergeht wie im Fluge. Reden können wir beide und die Themen gehen uns nicht aus.
Der Parkplatz ist erwartungsgemäß nicht leer. Das wäre auch ein Wunder gewesen bei einem Wetter zum Helden zeugen. Im Sommer muß hier die Hölle los sein, Mitte März bei 3 Grad verläuft es sich gut.
 
 
Da isser! Auf diesem Stück des ca. 1km langen Weges hätte Ole im Rolli noch mitkommen können. Am Fuß der Düne wäre dann Feierabend gewesen. Schon aus diesem Grund war es eine gute Entscheidung, das tolle Angebot anzunehmen und den Trip durchzuziehen!
 
 
Meine Begleitung war hinsichtlich der katastrophalen Kondition vorgewarnt und vermutlich trotzdem entsetzt über mein Gejapse nach Luft. Mit hingegen fiel ein Stein vom Herzen, den Weg überhaupt geschafft zu haben, die Düne hoch"geklettert" und dann sogar noch den Turm bestiegen zu haben. Drei große Operationen 2017, die Wundheilungsstörungen über Weihnachten...am 29.12. lag ich immerhin noch im OP zur Entfernung der Vac-Pumpe, dann die Bestrahlung im Januar, der anschließende Infekt - wenn ich dran denke, von wo ich komme, bin ich fast stolz auf mich gewesen - und schweißgebadet.
 
 
Ist er nicht wunderschön? Eine ganz schlichte Form, trotzdem nicht langweilig und dazu eine atemberaubende Landschaft.
 
 
Nicht nachvollziehen kann ich die Überlegungen, den Turm evtl. abzubauen und woanders wieder aufzubauen. Das ist in meinen Augen Blödsinn. Es gibt viele Leuchttürme an der Küste und der Reiz dieses Feuers liegt an der Geschichte und der Sanddüne. Wenn er irgendwann zu dicht am Wasser steht, dann muß man ihn sperren und er sollte irgendwann einfach die Düne hinabstürzen. Fertig. Das war es dann. Menschen sind vergänglich. Und dieser Leuchtturm eben auch.
 
 
 
Laut TripAdvisor und Google halten sich Menschen eine halbe Stunde an diesem Ort auf. Das ist kurz. Ich konnte mich kaum trennen von meinem Leuchtturm. Am Meer, der Küste und dem Landesinneren konnte ich mich nicht satt sehen. Und auch um den Turm herum ist es faszinierend. Ein magischer Ort! Oder wie man in einigen "Bewertungen" lesen kann: voll unordentlich ist es da, weil überall die Steine von den ehemaligen Gebäuden rumliegen, die den Turm umgaben. Merke: die Dänen sind unordentlich! ;-) (Ja, nee -is klar).
 
 
Alle Fotos findet Ihr HIER.
 
 
Geschafft! Ich hab es endlich geschafft! Juhu. YES!!!
 
 

Um kurz vor acht waren wir zurück im Ferienhaus. Ich hatte tatsächlich Stimmprobleme vom Quatschen - heiser gequatscht... Wahnsinn. Also langweilig war es nicht. ;-) Und dann wurde ich noch bekocht. Lecker Chili con carne gab es.

 

Rund 890km hab ich heute zurück gelegt. Und jeder Kilometer war es wert! Eine Sterbende hat den Sterbenden besucht. Und so wie ich beabsichtige, den Zeitpunkt noch sehr lange hinauszuzögern, hoffe ich, "mein Leuchtturm" schafft es auch noch ein Weile. ♥♥♥

Danke, lieber Jens für diesen großartigen Tag!


Wikipedia

Gajer.com

Rubjergknude.dk

visitnordjylland.com

visitdenmark.de

Tripadvisor

Sandmanns-welt.de

FeeistmeinName

 

Er liebt mich. Er liebt mich nicht. Er liebt mich. Er liebt mich nicht. Kennt Ihr von früher, nee? Gänseblümchen zerrupfen... Das hab ich den ganzen Tag gespielt: Fahr ich? Fahr ich nicht! Fahr ich? Fahr ich nicht!

Ja, ich will zu meinem Leuchtturm. Ja, das Angebot eines Fremden ist verlockend und ermöglicht es mir, meinen Leuchtturm zu sehen. Nein, ich hab keine Angst von einer Internetbekanntschaft zerstückelt zu werden.
Und ich will es nicht weiter aufschieben!

Aber: Was passiert, wenn der blöde Darm nicht mitspielt? Dem Grunde nach ist so: Drei Monate nach der Stoma-Rückverlegung ist der Darm zu gefühlten 80 % unauffällig. Und dann kommt regelmäßig das dicke Ende und "es kackt mich". Das sind dann Kack-Attacken, die sich auf 1-2 Stunden erstrecken, bis alles raus ist, mir der Hintern weh tut und ich fix und alle bin. Und manchmal gehts auch in die Hose. Großes Kino.

Und das unterwegs? Auf Rastplatzklos? Oder ohne WC? Komm ich da schon verunfallt an? Oder verunglücke ich unterwegs bei einer 8stündigen Autofahrt auf dem Beifahrersitz im Auto eines Fremden? Gibt es am Leuchtturm ein WC? Wohl kaum. Dixi-Klo in den Dünen sieht blöd aus.
Und wie peinlich ist das alles vor einem jungen fremden Mann?

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt! Und der GöGa ermutigt: Der Fremde weiß doch, was Du hast. Also stell Dich nicht so an. Da muß er schlimmstenfalls durch. (Er, der GöGa muß da ja auch durch, neeij!?)

Okay, das Auto ist vollgetankt, ich hab eine Sonnenbrille und nur morgen soll das Wetter noch gut sein - sagen übereinstimmend alle Wetterapps. Ab Mittwoch ist es bewölkt und ab Donnerstag regnet es. Dienstag ist es den ganzen Tag sonnig.

Was sagt meine Lieblingskollegin Mittwoch morgen zu mir, als sie hinter mir ging?

Nun sieht man es aber doch mit den Haaren - das sieht ja aus wie eine Glatze. Aaaaargh.

Meine liebe Manu sagt: Das ist ein Wirbel und durch den weißen Haaransatz und wenn Du zusätzlich noch unglücklich geschlafen hast, dann sieht das nur aus wie eine Glatze. Uff.

Und ich erzähl den Kolleginnen noch, daß ich Gurken hasse und sie aus jedem Cheeseburger raus pule...

Andrea, Du mußt mal eine Soljanka probieren...

Alles voll mit Gurken!!!!!!  Die gehören da nämlich klassisch rein. :-(

Meine erste und letzte Soljanka.

Ich liebe Vergißmeinnicht. Diese habe ich einer Kollegin zum gestrigen Geburtstag geschenkt. Soll sie in den Garten pflanzen und auch später noch an ihre Chefin denken.

So ein Wandertag als teambildende Maßnahme ist eine tolle Sache!

Das Wetter hätte etwas besser sein können... egal. Elphi ist immer schön. ;-)

Und die Elbe mit Eisgang hat auch was:

Abends war ich dafür echt erledigt. So ein Tag auf den Beinen strengt mich ganz schön an, missen möchte ich ihn trotzdem nicht!

Schön, wenn Freunde dabei an einen denken... :-) Danke, Jo.

Schicker Hackenporsche, der die Frage nach dem Sinn des Lebens beantwortet. ;-)

42

Das Buch muß ich haben!

Das ist doch eine schöne Herausforderung! ;-)

Mittags Anruf beim Onkologen. Er ließ mir ausrichten: Tumormarker. Tabletten nehmen.

Ächz. ich hab ja nix dazu beigetragen, aber es geht runter wie Öl.

Die Kollegen können ein Lied davon singen, wie ich mich geärgert habe, weil ich 2017 nicht bei den Rolling Stones in Hamburg war.

Während ich letztes Jahr ganz bewußt keine Karten gekauft habe (keine Lust auf Stadtpark und plattes Land), ist es dieses Mal fast an mir vorbeigegangen, daß es zwei Konzerte in Berlin und Stuttgart gibt. Und so habe ich auch den Vorverkauf ab 28.2. um 10 Uhr verdaddelt. Bravo.
Als ich den Eventim-Newsletter heute morgen um 5.30 Uhr mit einem Tag Verspätung las, hab ich spontan zugeschlagen. Günstigste verfügbare Preiskategorie, weit weg von der Bühne, aber immer noch teuer genug mit 181 EUR pro Karte. Egal. Dabei ist alles und die Atmosphäre im Olympiastadion wird schon großartig sein.

Ick freu mir so!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Der Gatte war nach einer Stunde Uuuuu uuuuu,  uuuuu uuuuu (Sympathie for the devil), etwas genervt. ;-) Dabei darf er mitkommen!

Beim Onkologen war es Mittags leer. Viele haben witterungsbedingt abgesagt.

Wie immer wurde Blut abgenommen und anhand der Werte (insbesondere der Tumormarker) wird der Doc entscheiden, ob es mit den Chemotabletten weitergeht oder mit was anderem. Er fragte nochmal, ob ich die gut vertrage, ob ich Bauchschmerzen habe, Durchfälle? Nee. Alles gut. Ich hab Verdauungsprobleme nach der Stoma-Rückverlegung. Das ist aber kein Durchfall. Und meine Speckrollen fallen nicht mehr symetrisch und manchmal ziept das innerlich. Vermutlich durch die Narben. Und meine Haare mögen die Tabletten nicht... Er überlegte auch, ob man am Blutdruckmittel evtl. etwas ändert. Betablocker wirken sich evtl. auch positiv auf den Scheißkrebs aus.
Ferner überlegte er noch, ob ein neues CT/MRT sein müßte... nein, noch zu frisch nach der Bestrahlung. Ich sagte ihm daraufhin, daß ich vor dem Urlaub jedes bildgebende Verfahren ablehne.

"Ah, Sie wollen unbeschwert in den Urlaub fahren?"
"Ja, nach Italien zur Mille Miglia!"
"Ah, Autorennen. Das ist ja spannend. Interessieren Sie sich für Autorennen?"
"Jein, eher für Oldtimer. Also Oldtimertreffen und so, keine Formel 1."
"Haben Sie selber einen Oldtimer?"
"Ja, ich hab vier Autos und mein Mann keinen Führerschein."

Daraufhin endete das Gespräch in schallendem Gelächter und der Doc bekam sich gar nicht wieder ein. Das ist ja völlig verkehrte Welt, prustete er mehrfach.

Guten Morgen Rostock!
Die Nacht war echt scheixxe. Von 22.30 Uhr bis 4 Uhr mußte ich im 20-Minuten-Takt aufs Klo. Das ist nicht witzig.

Abends kam dann das dicke Ende. Wenn das unterwegs passiert wäre -> Prost Mahlzeit.

So eine Darmrückverlegung und drei Engstellen im Darm sind nicht witzig. Ich bin ja schon froh, daß es deutlich besser geworden ist nach 10 Wochen. Von normal ist das aber weit entfernt.

Mittags bin ich endlich mal wieder auf Dienstreise incl Übernachtung gegangen. Wenn ich mich richtig erinnere, war ich 2017 kein einziges Mal unterwegs.

Nach dem Vorgespräch war ich platt und bin in mein schönes Bett gegangen.

Ich mag die Motel One-Hotels.

Mir ist durch die Chemotabletten latent übel. Fühlt sich an, wie ein flaues Gefühl im Bauch, weil man Hunger hat. Bravo.

Wird also wieder nix mit schlank sterben. Oder ich probier mal, mir Fett-Stopp auf den Hintern und den Bauch zu schmieren.

Wenn es klappt, wird nachgespült...

Was für eine Überraschung. Morgens kamen auf einmal per PN ein paar eingescannte Fotos von der "Wild im Osten-Tour".

Boltenhagen:

LPG:

Und Dänemark:

Was für eine wunderschöne Erinnerung an eine coole Zeit.

Meine Herren, dieser Infekt muß doch mal aufhören! Ich huste, die Nase läuft. Was für ein Elend.

Ich werd ja oft gefragt, wie es mir geht und meistens lautet die Antwort "gut". Ich hab immer den Eindruck, die wenigsten können das nachvollziehen. In meinem Krebsstadium ist es so, daß ich mich, wenn ich nicht gerade unter Operationsnachwehen leide, einfach gesund und "normal" fühle. Das ist für viele anscheinend nicht nachvollziehbar.

Heute hingegen fühle ich mich schlecht, richtig krank und hundeelend. Auf der Arbeit konnte ich mich kaum noch auf den Beinen halten und war froh, als der anschließende Einkauf geschafft war. (Wir haben extra früh Feierabend gemacht). Und dann bin ich ins Bett gefallen und hab erstmal zwei Stunden tief geschlafen.

Mich hat eine fiese Rüsselpest erwischt. So einen Husten, so gemeine Halsschmerzen und eine Rotznase hatte ich ewig nicht mehr. Halleluja. Noch vor der Tagesschau war ich wieder im Bett. So fühlt sich "krank" an!

Dafür gab es heute seit ewigen Zeiten mal wieder Chili! Ich bin gespannt, ob der Darm hält! ;-)

Ich habe heute mit 5 Stunden Arbeitszeit im "Hamburger Modell" wieder mit der Arbeit angefangen. Spaß hat es gemacht. Mein Rechner war erstmal stundenlang damit beschäftigt, Lotus Notes 9 zu installieren. So viel war also nicht mit ackern... Das Notebook war fleißiger als ich. Mittags dann noch eine Besprechung. Und am späten Nachmittag war ich sehr froh, endlich meinen "Mittags"schlaf halten zu können.

Unsere neuen Dienstwagen begrüßen mich.

Ich hab mal die Gelegenheit genutzt und alte Computer-Programm-CDs aussortiert. Die müssen nun zum Wertstoffhof.

Für diese 3D-Ausdrucke eines "Speichern"-Emojis gibts auch keine Verwendung mehr.

Ich war auf der Arbeit. Es gab Grünkohl. Das kann ich mir nicht entgehen lassen. (Alternativ hatte ich überlegt, gestern hinzufahren; es war eine Besprechung angesetzt. Der Grünkohl hat jedoch gesiegt!)

Danach war große Blutdruckmeßaktion bei meinen Mädels angesagt. Das war mein Ergebnis:

;-)

Und wieder eine Party! Nennt mich auch Party-Tier! :-)

Die obligatorische Punschparty des Jahres ist immer wunderbar. Ich hab mich sehr gefreut, daß ich dabei sein konnte!

Von 16.30 - 22.30 Uhr gab es lecker Essen und gute Gespräche in schöner Umgebung.

Bärenfell vorm Kamin! ;-)

Letztze Woche 5 Stunden Party plus 30 Minuten Fahrzeit. Heute 6 Stunden Party plus 2 Stunden Fahrzeit. Es wird langsam! ♥

Ich hab mein Büro schonmal startklar gemacht. Am 1.2. will ich im Hamburger Modell mit 5 Stunden täglich wieder anfangen und ab 19.2. wieder voll arbeiten. Lieber bin ich von der Arbeit müde, als vom Nichtstun, rumliegen und schlafen.

Zum Test hab ich nachmittags schon mal an einer Besprechung teilgenommen. Das lief gut. Allerdings hätte ich besser keine Flasche Apfelsaft getrunken. Die Wirkung war verheerend. 

Zwischen Heimkehr und James Bond (Spectre) um 20.15 Uhr im TV wollte ich ruhen. Stattdessen saß ich auf dem Pott und es gab einige Unfälle. Nicht witzig. Wenigstens war ich zu James Bond wieder fit. Ich mochte 007 schon immer und habe den Film auf meinem Sessel unter der Federdecke sehr genossen. ♥

8 Uhr. Zweiter Versuch der Bestrahlung. Dieses Mal war die Matte heil. Ich hoffe, ich lasse sie auch heil. Es ist fast unmöglich, über die hohen Seitenwände dorthinein zu kommen. Es wäre schön, wenn man als schwebende Jungfrau dorthin gezaubert  werden könnte. Neue Markierungen gab es auch, alte Markierungen wurden entfernt. Und die beste Nachricht. Entgegen der ursprünglichen Planung werden nicht achtmal zwei Metastasen bestrahlt und danach achtmal eine Metastase, sondern es werden alle drei Biester gleichzeitig bearbeitet. D.h., nach zwei Wochen bin ich durch damit. Mittwochs ist übrigens immer Pause. Bestrahlt wird als Mo, Di, Do und Fr.

Und das sind die neuen Chemo-Pillen. Eine Woche lang von Montag bis Freitag morgens und abends je 3 Stück. Am Wochenende ist Pause. In der zweiten Woche das selbe Spiel und dann zwei Wochen Pause.

20 Stück kosten übrigens 1060 EUR. Eine Pille kostet also 53 EUR. Mahlzeit.

Eine Überraschungsparty war angesagt! Ein Lehrgangskollege ist 60 geworden und seine Partnerin samt Familie wollte ihn überraschen. Er ahnte von nichts, als er auf einmal vor einem Haus auf der Altstadtinsel anhalten mußte und in den Gewölbekeller geschubst wurde. Seine Gäste standen Spalier und sangen ein Geburtstagsständchen.

Ich hab die Party tatsächlich von 18.30 - 23.30 Uhr mitgemacht. Dann mußte ich nach Hause und bin nach dem Zähneputzen in einen Tiefschlaf verfallen. Aber immerhin! Ich war dabei und habe "sein Gesicht" gesehen. :-D

Es war wunderbar, sich mit den Kollegen zu unterhalten. Ich hab es sehr genossen. So wie auch das zarte Spanferkel. ♥

Heute war ich mal beim Arzt, um zu hören, was gut ist.

Ich hab den Kardiologen kaum erkannt. War wohl lange nicht da... :-p

Mit dem Herzen ist alles in Ordnung. Es sitzt auf dem rechten Fleck, es ist nicht zu groß, es ist gut geformt und es schlägt tapfer.

Das Herz wird mich also überleben und ich kann es gerne vererben. :-)

Mit Stoma kann man eigentlich alle Salate essen. Nur mit Ruccola soll man vorsichtig sein, weil der so langfaserig ist.

Irgendwie klar, nee? Der einzige Salat, den ich mag. Aber das ist ja nun vorbei, also... yummie!

Na, ob das so stimmt? :-p

Chemo gab es heute nicht. Mit dem Bauch ist das noch zu heikel. Wenn der nicht komplett durchgeheilt ist, dann tut er das unter laufender Chemo garantiert nicht mehr.

Nun gibt es eine Übergangslösung. Für 2 Wochen nehme ich morgens und abends je 3 Tabletten. 20 Stück kosten 1060 EUR. Und Ende Januar gibt es ein MRT und eine Entscheidung, wie es weitergeht.

Was ist das denn?

Morgens zur Kaffeemaschine und der Bauch ist naß. Huch? Kaffee verschüttet? Nee, es suppt aus der Narbe raus. Bravo.

Beim Erstellen der blauen Matte suppte es anschließend auch.

Der Arzt war nachmittags beim Fädenziehen aber sehr entspannt. Narbe sieht gut aus. Bauch ist weich. Keine Schmerzen. Wahrscheinlich ist das nur etwas Wundflüssigkeit/Sekret.

Um 8.30 Uhr sollte die erste Bestrahlung der Lungenmetastasen stattfinden. Um 9.15 Uhr war immer noch nichts passiert. Dann kam die Erklärung. Die "Blaue Matte" ist verzogen. Die Techniker haben versucht, noch was zu retten. Klappt aber nicht.
Zum einen würde man bei der Nutzung den Tisch kaputt machen und zum anderen, würde man irgendwas bestrahlen... Großer Mist.

Also nochmal, alle guten Dinge sind 2.

So sieht die Matte vorher aus:

So sieht die Matte hinterher aus, wenn die Luft rausgezogen ist und sie sich an den zu bestrahlenden Körper angepaßt hat.

Ich bin nun komplett neu markiert mit Edding und die Bestrahlung geht am Montag los.

8x 2 Metastasen, 8x 1 Metastase.

Bestrahlt wird immer Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag. Das sind also genau 4 Wochen.

Paprika mit Haut sollte man sich bei einem Stoma verkneifen. Tomatenhaut und Paprikahaut wird nicht verdaut und es besteht die Gefahr, das Stoma zu verstopfen.

Heute gab es endlich mal wieder Paprikaschote! Lecker... Ich liebe Paprika. Mit Haut.

Wenigstens hab ich Weihnachten nicht zugenommen, da darf es dann auch eine Currywurst sein.

Aber was zum Teufel ist mit der VW-Currywurst passiert? Die Haut ist total laberig und schmeckt ekelig. :-(

Im Dezember 2016 kaufte ich mir ahnungslos und unbedarft diesen Kalender für 2017. Ich mag Moleskine und die Peanuts und die komische Farbe sprach mich an.
Nun ist 2017 fast um und Peppermint Patty ist meine persönliche Philosophin geworden.
Der Dezember hat mich ein bißchen umgehauen, aber ich verspreche, ich komm wieder, keine Frage!

Blutabnahme kurz vor 8 Uhr. Bis zum Ergebnis dauert es ungefähr zwei Stunden. Ist mir aber auch egal wie es ausfällt. Ich bleib eh nicht länger. Zugang rechte Hand entfernt, beide Reddon-Drainagen gezogen.

Um 11 Uhr war mein "Taxi" da. Yvonne hat die Taschen abgeholt und eingeladen und ist dann vorgefahren. Ab nach Hause! Den Arztbrief hole ich später ab. Wenn ich auf den warte, komme ich dieses Jahr nicht mehr nach Hause.

Die Spaghetti mit Cocktailtomaten sollte es genau vor einer Woche schon geben. Endlich wieder Tomaten mit Haut nach der Rückverlegung! Ein Traum.

Mein Kalender 2018 ist fertig. Kunterbunt wie das Leben. Ich bin zufrieden.

Hier gibt es alles zu sehen.

 

Neues von der Wanderbaustelle nach einem Gespräch in der Radiologie:

Am 2.1.2018 findet ein Planungs-CT statt. Da wird eine "blaue Matte" für mich angefertigt, in die ich mich dann bei den Bestrahlungen reinlegen darf, damit ich immer exakt gleich liege.
Es werden 3 Atem-CTs gemacht, da die Lungenmetastasen sich beim Ein- und Ausatmen hoch und runter bewegen und man bei der Strahlung genau die Mitte erwischen muß.
Nach Sichtung der Bilder entscheidet der Arzt, ob man alles in einem bestrahlen kann oder erst 2 Metastasen und dann eine Einzelne.
Die Strahlen zerstören die DNA der Krebszellen und die Radikalen in der Zelle, so daß sich die Zellen umbauen oder absterben.

Das Ganze nennt sich Radiochirurgie oder Stereotaxie und ist eine ziemlich nebenwirkungsfreie Behandlungsmethode. Schlimmstenfalls gibt es eine Lungenentzündung, die man gut behandeln kann oder die punktgenaue Bestrahlung wirkt einfach nicht.

Ich: Im Vergleich zu allem anderen, klingt das nach Ponyhof.
Arzt stutzt, guckt nochmal in die Akte: Jo, im Vergleich zu dem bisher Überstandenen ist das tatsächlich Ponyhof!

Los geht es am 9.1. - vorher muß ich nur die Leber überleben.

Und wie schon beim ersten Mal war ich wieder am falschen Standort. Das entwickelt sich langsam zum Running Gag.
Jedesmal stehe ich im Hochschulstadtteil und melde mich fröhlich an, man findet mich nicht im Computer und stellt dann fest, das ich zur Sana-Klinik gemußt hätte.
Könnten mir die Ärze ja auch mal sagen!

De Arzt erzählte noch, daß es früher nur zwei Formen der Krebsbehandlung gab: Heilung oder Palliativ. Und eigentlich fand jede Therapie stationär im Krankenhaus statt.
Heute wird fast alles ambulant gemacht und wenn keine Heilung möglich ist, dann versucht man "ein Leben mit Krebs" zu führen.

Wenn es abends so spät wird wie gestern nach dem Konzert, komme ich morgens nicht aus dem Bett. Also hab ich mir einen Urlaubstag gegönnt und den Taunus eine Runde bewegt. ♥ Noch liegt kein Salz.

Apfel, (Tau)nus(s) und Mandelkern, mögen große Frauen gern`.

Ich hab keine Ahnung, wie oft ich Billy Bragg schon gesehen habe. Auf jeden Fall war es gut wie immer seit über 30 Jahren!

 Und traditionell wurde ich auf der Rückfahrt in der Zone 30 geblitzt. Grummel.

Ich wollte doch keinen irdischen Besitz mehr anhäufen... ;-)

Diese Aktion find ich so klasse! Handsignierte Erstausgaben nur im Buchhandel. Nicht bei Amazon & Co.!

Um 9 Uhr war ich beim Onkologen. Chemo gab es nicht, dafür wollte ich den Port gecheckt haben und nochmal mit dem Onkologen reden.

Port ist okay. Warum beim letzten Spülen und Abstöpseln noch lange das NaCl trotz Draufdrücken aus der Einstichstelle lief? Keine Ahnung. Passiert mal. Und warum die Gegend um den Port weh tat? Auch keine Ahnung, kann mal vorkommen, z.B. durch eine Reizung. Auf jeden Fall ist er nicht verstopft und funktioniert tadellos beim Blutabnehmen und Spülen.

Der Onkologe hat einen Termin in der Radiologie klargemacht. Er möchte die Chemopause (also den Dezember) nicht ungenutzt verstreichen lassen und parallel zur OP alles für die Bestrahlung der Lungenmetastasen vorbereiten.
Dienstag, den 5.12. um 11 Uhr erfahre ich mehr. Ich gehe davon aus, daß es direkt nach den Feiertagen mit Chemo und Bestrahlung weitergeht. Die Vorstellung, daß die Scheixxe die Pause nutzt, um sich weiterzuverbreiten ist nicht gut.

Weihnachtsfeier mit meinem Team, zumindestens mit den Lübeckern. Weihnachtsmarkt I hab ich ausgelassen. Ohne Mittagsschlaf schaffe ich den Abend nicht.

Weihnachtsmarkt II auf dem Koberg hab ich mir nicht entgehen lassen.

Um 18:30 Uhr sind wir ins "Da Luigi" in der Fischergrube 18 gegangen. Das ist ein guter Italiener in wirklich schönen Räumlichkeiten!

Krankheitsbedingt waren wir nur 10 Leute, dafür aber eine kleine, feine Runde.

So eine Mauernische hätte ich auch gerne zuhause.

Um Dunkeln ist Lübeck noch schöner!

Das war ein sehr schöner Abend. Der für mich klassische Ablauf einer Weihnachtsfeier: Weihnachtsmarkt und Essen und dazu gute Unterhaltungen und viel Spaß in geselliger Runde. Perfekt.

Ich wollte gerade in die Kantine gehen, als ich zwei verpaßte Anrufe auf dem Handy entdeckte.

12.08 Uhr und 12.11 Uhr - Stralsund hat gerufen. Stralsund? Da war doch was... der Onkologe redet doch immer von Stralsund? Ich ruf mal besser zurück.

Es war der Professor selber, der mich am 12.12. an der Leber operieren möchte. Die Lunge wird zur Zeit nicht als lebensbedrohlich angesehen, die Leber hingegen schon. Die Metastasen, die am Rand liegen, sollen weggeschnitten werden. Die zentralen Metastasen in der Mitte werden punktiert und mit Hitze zerstört. Das nennt sich wohl Mikrowellenablation. Wenn alles gut läuft, bin ich vor Weihnachten wieder zuhause.

Die Chemo am Mittwoch soll nicht mehr stattfinden, damit die OP möglich ist.

Zwei Probleme gibt es noch. Die Thrombose im Oktober macht alles nicht einfacher. Ich muß tatsächlich bis zur OP (und auch danach) weiter Clexane spritzen, weil ich sonst eine Lungenembolie bekomme. Wie das gehen soll, wenn der Betriebsarzt aufgrund der Blutungsgefahr nichtmal die Grippespritze setzen wollte, verstehe ich nicht. Der Professor meinte aber, das bekommt er hin.
Und das Stoma, das direkt auf der alten Lebernarbe liegt, die nun wieder aufgemacht wird, liegt irgendwie im Weg. Bei der Gelegenheit wird also das Stoma zurückverlegt. Plötzlich und unerwartet. Es muß nur nochmal "hinten reingeguckt werden", um zu prüfen, ob alles gut verheilt und dicht ist. 

Der Anruf hat mich irgendwie überrascht. Den mußte ich erstmal verarbeiten. Uff.

Der Gedanke an eine dritte große Bauch-OP macht mich nicht wirklich glücklich. Wieder wie ein Maikäfer auf dem Rücken liegen und diese fiesen Schmerzen haben... nicht lustig! :-(
Dazu kommt noch, das unter Blutgerinnungsmitteln keine Schmerzpumpe möglich ist. Die Gefahr einer Einblutung und eines Querschnitts beim Periduralkatheter ist einfach zu groß. Scheixxe.

Und dann sagte der Professor noch: "so wie der Onkologe sie geschildert hat..."
Ich: "Moment! Jetzt will ich aber wissen, was er gesagt hat."
Professor lachte: "Er hat sie als Frau in gutem Zustand beschrieben, die aktiv ist und alles macht.
Ich: "Na, okeee."


Zweiter Lacher.
Professor: "Was wiegen Sie denn?"
Ich: "Moment, da muß ich erstmal meine Bürotür zumachen!"
Er prustet und antwortet dann mit einem... "Respekt!"

Ich kotz im Strahl!

Eigentlich wollte ich diese Woche mit einem "Freund", der in Dänemark weilte, zu "meinem" Leuchtturm fahren und ihn mir endlich anschauen. Die Fahrt (Lübeck - Hvide Sande und von dort weiter nach Skagen und wieder zurück nach Hvide Sande) hat mich abgeschreckt. So lange im Auto sitzen, mäßiges Wetter und Dunkelheit ab 16 Uhr waren gute Gründe, mich nicht aus meiner Komfortzone zu bewegen. Eine schlechte Kondition und Nervenirritationen waren auch eine gute Ausrede.

Und dann steht heute in der Zeitung:

Siehe auch hier: SHZ - Jütländs bekanntester Leuchtturm kurz vor Sturz ins Meer

Ja Scheixxe! Verdammte! Das kommt davon, wenn man Sachen nicht einfach macht und sofort umsetzt. Irgendwie dachte ich, der Leuchtturm überlebt mich und nun könnte sich das Blatt wenden.

Ich arbeite an Plan B. Ich will diesen Leuchtturm besteigen!

Ich dufte gut!

Die Oma meines Puschi-Kollegen backt seit Jahren für uns. Sie ist mittlerweile 94 und immer noch fit, während wir in der Adventszeit alle mit den Pfunden kämpfen. ;-)

Beneidenswert, wenn man alt und gesund ist. Besser als jung (naja - semi-jung) und krank.

Wie aufregend! Ist ein Leben ohne Homebutton möglich?

Um 7.30 Uhr stand ich bei UPS in Reinfeld auf dem Hof, um mein iPhone X in Empfang zu nehmen. Die waren sogar so freundlich, es vor 8 Uhr rauszurücken.

Tadäää! Ich zelebriere es. :-)

Die Spannung steigt!

So sieht es aus:

Eigentlich ist es verrückt, 2500 Mark für ein Telefon auszugeben. Ich wollte es aber haben und mich daran erfreuen und ich habe keine Zeikt, auf das iPhone 20 zu warten. So what?

Vergeblicher Zustellversuch! Verdammte Axt. Die Lieferung war zunächst im Zeitraum vom 21.-28.11. angekündigt und auf den 30.11. verschoben worden.

Heute ist der 20.!

Und nun? Morgen vergebliche Lieferung in der Mittagszeit oder selber abholen?

Ein anstrengender Dienstag, an dem es 2x nach Hamburg ging.

Einmal zur Besprechung. Keks geht ja immer.

Und abends dann mit dem Lieblingsbruder zum Tote Hosen-Konzert. Ich weiß gar nicht, auf wievielen Hosen-Konzerten ich schon war. Den Überblick hab ich verloren. Ich weiß nur, es ist immer genial, auch wenn ich mittlerweile einen Sitzplatz benötige.

DTH - Hasta la muerte ! ♥

Aufs iPhone 20 warte ich nicht... Man gönnt sich ja sonst nichts!

Die neue Hülle ist mitternachtsblau - passend zu den kornblumenblauen Thrombosestrümpfen. Muhahahaha.

Ein perfekter Mädelstag!

Heike abgeholt und bei Starbucks erstmal Kaffee getrunken. Dann stießen Beate, Ingeborg und  Sandra dazu.

Die Möckebergstraße unsicher gemacht.

Stärkung im Cafe Paris. ♥

Das ist sooo schön!

Der Automat wäre was für den GöGa!

Weiter zum Alsterhaus.

Das ultimative Notizbuch gefunden!

Ein Gruppenfoto am Jungfernstieg gemacht.

Und dann gedröhnt und geklönt und kaputtgelacht, z.B. über diesen Wassernapf unterm dem Tisch beim Italiener.

Ein wunderbarer Tag. Anstrengend und trotzdem unheimlich motivierend. Danke Mädels! Ihr seid super. ♥♥♥

Der Onkologe ist mit dem CT ganz zufrieden. Die Richtung stimmt. Nun gibt es drei weitere Chemos im 2-Wochen-Rhythmus und in der Zeit wird geklärt, ob man den Lungenmetastasen und der Leber Radiologisch zu Leibe rücken kann. Das wäre wohl eine andere Strahlentherapie als beim letzten Mal. Keine 28x, sondern 6-8x und dafür hochdosiert. Um die Leber wird man sich evtl. in Stralsund kümmern.

Schaun mer mal.

"Haben Sie sonst noch Fragen?" - "Ja, wie hieß das Buch nochmal, von dem Sie neulich sprachen?"

Die Triologie heißt "Dein Gesicht morgen" - siehe z.B. Rezension in der ZEIT.

Bei der Gelegenheit wurde es philosophisch. Welche drei Bücher sollte man auf eine einsame Insel mitnehmen?

1) Don Quijote

2) Leben und Ansichten von Tristram Shandy. Gentleman von Laurence Sterne

3) Anna Karenina

Ich fange an, den Doc richtig gerne zu mögen.

 

 

 

Um 10.30 Uhr hatte ich meinen Termin zur Grippeimpfung bei meinem Arbeitgeber. Wahrheitsgemäß habe ich im Fragebogen angegeben, ich nehme Blutverdünnungsmittel. Eine sonstige Erkrankung habe ich verneint.
Trotzdem wurde ich nicht geimpft, weil der Arzt das Risiko von Einblutungen zu hoch findet und die Verantwortung nicht tragen kann usw.
Nach Rücksprache mit dem Onkologen soll ich mich unbedingt impfen lassen gegen Grippe. Der Kollege soll das Zeug nicht muskulär, sondern subkutan, also unter die Haut spritzen.

Die Fahrt zur Arbeit hat sich trotzdem gelohnt. Es gab allerfeinsten Grünkohl in Restaurantqualität! Natürlich mit Zucker. Leeeeecker! ♥

Die maßangefertigten Thrombosestrümpfe sind da! In schickem kornblumenblau.

Sie tragen sich sehr angenehm.

Jetzt ist es soweit. Ich freu mich über Thrombosestrümpfe!? Hilfe.

11.20 Uhr Termin zum CT. Es soll ein Abgleich zwischen dem 31.7. und heute gemacht werden. Was hat sich durch die Chemo getan? Hat sich was getan?
Wenn ich keinen Büddel hätte, würde ich mir vor Angst in die Büx scheixxen. Ehrlich.

Schnellbefund:
Lungenmetastasen ca 1/4 kleiner, Lebermetastase wie gehabt. 
Das werte ich erstmal als positiv, wenn einem nichts Neues und Großes ins Auge springt. Ansonsten steckt der Teufel vermutlich wieder im Detail.

Ich bin morgens todmüde. So müde wie meine Büroschildkröte.

Nachmittags hab ich eine Stunde komatös geschlafen und war schon am Überlegen, die Verabredung am Abend abzusagen. Gott sei Dank hab ich mich doch noch aufgerafft!
Es geht doch nix über einen gepflegten Mädelsabend mit viel Lachen. Herrlich. Die vier Stunden haben mir echt gutgetan.

Auf der Arbeit ist Indian Summer. Leider kommen die Farben auf dem Handy nicht so raus.

Aber warum haben die die Fenstergriffe abgebaut? Damit man nicht rausspringt? ;-)

Wenn das Bein zu lange runterhängt, wirds dick und tut weh. Ansonsten sieht es aber schon deutlich besser aus.

Ein Anruf im Sanitätshaus ergab: Thrombosestrümpfe Klasse 2 müssen bis 11 Uhr spätestens ausgemessen werden, danach sind die Beine zu dick. Also stand ich um 9 Uhr auf der Matte und hab mich für die Farbe Kornblume entschieden. In meiner Größe gibt es die natürlich nicht von der Stange, sondern es muß eine Maßanfertigung sein. Dauert zwei Wochen. :-(

Dann trink ich solange eben Rotwein. Das ist auch gut für die Gefäße und macht das Kackisacki-Basteln lustiger.

Wo bleibt eigentlich das angekündigte Traumwetter des Wochenendes? Bis 12 Uhr konnte man es gut unter flauschigen Decken aushalten.

Und dann war es da! Ich hab mich in die vorhandenen Thrombosekniestrümpfe gestürzt , bin mit Hilde zum Turbo gefahren und habe den startklar gemacht. 

Eine kurze Fahrt über die Landstraßen Ostholsteins mußte einfach sein!

Immerhin ist mein Leben endlich. :-(

8 Uhr - Die Apotheke hat die Thrombosespritzen in Megadosierung natürlich nicht da. War irgendwie klar, daher hatte ich vorher schon mit den vorhandenen Spritzen improvisiert.

Ab in den Sessel, Beine hoch und lesen. "Das Geräusch einer Schnecke beim Essen" von Elisabeth Tova Bailey ist ein echtes Highlight. Ein wunderbares Buch, bei dem man ganz ruhig wird und es auf sich wirken lassen kann.

Um 17.30 Uhr waren die Thrombosespritzen da. Allerdings nicht in meiner Stammapotheke am Bahnhof, sondern im Hochschulstadtteil.

Was tut man nicht alles fürs Überleben?

 

Der GöGa machte Ole fertig und ich trank in Ruhe meinen Kaffee, als ein Blick auf mein rechtes Bein fiel. Nun waren meine Beine noch nie schön und Schwiegermutter hat mit 80 hübschere Beine, als ich sie mit 20 hatte; so häßlich war der Unterschenkel aber noch nie. Dick und mit einer Handgroßen roten, glänzenden Stelle und das Ganze nei näherer Betrachtung auch noch warm. Da brauch ich nicht lange 1 und 1 zusammenzählen, sondern weiß: ich hab ein ernstes Problem. Eine Thrombose trotz abendlicher Thrombosespritzen? Unter Avastin ist ein erhöhtes Thromboserisiko bekannt. Mir geistert ein um 15% erhöhtes Risiko im Kopf herum. Bravo.

Also stand ich 20 Minuten vor der Öffnung in der Hausarztpraxis auf der Matte. Frau Dr. meinte, es könne entweder eine öberflächliche Venenentzündung sein oder in den tiefen Beinvenen sitzen. Sie nahm Blut ab und schickte es als Notfall ins Labor. Mittags sollte das Ergebnis da sein. um 12.30 Uhr war es nicht da. Problem: Wir müssen um 13 Uhr die Orthesen anpassen und abholen und die Praxis ist nun auch urlaubsbedingt geschlossen. Bravo.

Um 12:53 Uhr kam der angekündigte Anruf von Frau Doktor: Sofort ins Krankenhaus! Die Dimere liegen bei 3100 - viel zu hoch und klassisch für eine Thrombose. Das muß sofort mit Ultraschall abgeklärt werden. Wie morgens abgesprochen, wirft Frau Doktor mir die Einweisung auf ihrer Hausbesuchsrunde vorm Urlaub in den Briefkasten.

Um 14.45 Uhr bin ich ohne die Papiere in die Uni gefahren. Die Unterlagen kamen per Photos um 15.15 Uhr per Whatsapp. Und dann wurde es spannend. Die Notaufnahme brechend voll. Die Anmeldung geschlossen. Nix passiert. Warten. Freitagnachmittag am letzten Schultag vor den Herbstferien ist ein richtig schlechtes Timing für so eine Aktion.

Um 15.55 Uhr wurde ich aufgerufen und durfte mich anmelden. Der Computer hat als Ankunftszeit 15:58 Uhr registriert. Aufnahme der Personalien unter Vorzeigen der Whatsapp-Nachrichten mit den Fotos der Überweisung. Geschätzte Wartezeit 4 Stunden MINIMUM. Um 16.20 Uhr erfolgte die erste Untersuchung bei der die Priorität festgelegt wird. Priorität 30 Minuten. Das ist auch nicht beruhigend.

Tatsächlich hatte ich schon um 16.45 Uhr ein Bett unterm Hintern und durfte mich da ohne Hose und Schuhe reinlegen. Es folgten: Blutabnahme (hat die studentische Hilfskraft großartig hinbekommen. Chapeau!), Blutdruck messen und ein EKG, bevor gegen der Ultraschall gemacht wurde.Ergebnis: Eine fette 2-Stufen-Thrombose im rechten Bein.
Der junge Arzt fragte, ob ich über meine Erkrankung informiert sei und wüßte, was ich habe. Nein, die Tragweite einer Krebserkrankung, die schön gestreut hat und unheilbar ist, ist mir nicht bekannt. *grumpf*

Man beachte die zu kurzen Etiketten! :-)

Die nächste studentische Hilfskraft drückte noch an meinem Ohr rum und war verwirrt, als ich fragte, ob das eine BGA werden soll. "Sind Sie vom Fach?" ;-)

Von der Notaufnahme gings dann in die Folgestation. Der nette junge BGA-Mann schob mich im Bett dorthin. Das Bett war schlimmer als ein störischer Einkaufswagen und fuhr überall hin, nur nicht dahin, wo es hin sollte.
Und da lag ich dann im zugigen Flur, müde, hungrig und genervt und wartete auf den Arztbrief und eine Thrombosespritze. Der Arzt versprach, daß er diesen bis 22 Uhr fertig hat, da er dann Feierabend hat. Ächz.

Bei der Übergabe des Arztbriefes (offizielles Auschecken laut Arztbrief um 21:29 Uhr), fragte ich den Arzt, was denn nun mit meinem Bein sei? (Ich hatte vorher schon gefragt, was ich dem Bein denn nun Gutes tun könnte? Hochlegen? Laufen? Stehen? Sitzen?) Die Antwort lautete: Sie haben eine Thrombose! Ja, das hatte ich morgens schon selber diagnostitiert.... und was tu ich der Thrpmbose Gutes? Gut sind Laufen und Liegen. Schlecht sind Stehen und Sitzen. Als ich dann meinte, dann müsse ich mir für die Arbeit was einfallen lassen, und das Bein da irgendwie auf einem Hocker hochlegen, bekam ich zur Antwort: Arbeit? Wieso arbeiten? Bei ihrer Diagnose müssen Sie nicht mehr arbeiten gehen. Ihr Leben ist endlich und die Zeit läuft.

Der Arzt hat das lieb gemeint. Ganz sicher. Er wünschte mir mehrfach alles Gute, trotzdem waren diese Sprüche richtig scheixxe.

Der Weg zum neuen Parkhaus war eine Qual, wilde Wege durchs Gebäude und endlos weit, wenn man schlecht humpelt. 21.45 Uhr Parkhaus, 22.30 Uhr zuhause. Erledigt.

Boah, ich hab müde, schmerzende Beine, wie in der Werbung.

 

Wandertag. Teambildende Maßnahme. Ein prima Geschenk des Arbeitgebers. Danke dafür!

Wir haben eine Tour durch Lübeck gemacht. Eat-the-world - eine Stadtführung, bei der man zwischendurch in kleine, inhabergeführte Restaurants/Cafés einkehrt, um diese verborgenen Schätze kennenzulernen. Vorab waren wir bei Fräulein Brömse. Ein Zufallsfund und eine echte Empfehlung! Ein ganz süßes Café, in dem es nicht nur warmen Hefezopf gibt, sondern auch traumhafte Schweinereien.

Bei der Stadtführung habe ich meine schlechte Kondition bemerkt. Man kann doch nicht so einen Muskelkater haben von ein bißchen Bewegung. Ätzend!


Highlights der Tour und mir bislang völlig unbekannt:

Die Schokoladenmanufaktur Evers&Tochter - Hammer

Die Konditorei Gaumenfreude - da man kann sogar veganen Kuchen essen und er schmeckt.

Die Schiffergesellschaft ist echt kein Scheixxladen, zumindestens nicht nach dem Inhaberwechsel 2015. Die Räume sind einfach gediegen. Und das Essen lecker.

Ich habe das erste Mal in meinem Leben SALAT gegessen. Feldsalat mit Granatapfel, einem rosa Dressing und einer genial krossen Speckscheibe.

Der Hauptgang war eine Maishähnchenbrust mit Serviettenknödeln, grünen Bohnen und Champignonsauce.

Zum Dessert gab es ein Marzipanparfait auf Bratapfel.

Gott sei Dank hab ich vorm Dessert nochmal den Büddel geleert. Da war alles in Ordnung. Und dann - Tadäää... beim Rausgehen bemerkte ich, daß der Scheixxbeutel suppte. Ich bin schnell aufs Klo, hab ein Gästehandtuch (was man so im Rucksack mitschleppt, nee!?) zwischen BH und Gürtel um den Büddel herum drapiert und dann gings im Schweinsgalopp nach Hause. Bis auf ein paar nasse Flecken auf dem Shirt ist nix passiert und niemand hat es mitbekommen. Uff.

Bleibt die Frage:

Warum wieder in der Schiffergesellschaft? Das kann doch nicht sein! :-(

Auch, wenn es einem vielleicht nicht immer gefällt, frühzeitige Mobilisation ist das A und O.

http://www.heliosaktuell.de/regionen/mitte/guten-appetit/

Oles Mutter hat Krebs und ein richtiges Problem.

Erste Überlegungen für eine weitere Webseite wurden verworfen. Wer soll den Kram irgendwann mal pflegen oder vom Netz nehmen? Die Frage stellt sich bei Oles Blog ja auch schon.

Und um Oles Blogeinträge nicht mit dem Scheixx-Krebs zu belasten, gibts hier vorerst ein kleine Rubrik mit unsortierten Gedanken und Statements. Vielleicht verschwindet das auch wieder - das ist alles noch unausgegoren.

Was ist der Unterschied zwischen einem Zäpfchen und einem Marschflugkörper?
.
:
:
:

:
:
:
:
:
:
:
:
:
:
:
:
:
:
:
:
:
:
:
:
:
:
:
:
:
Das M

Immer wieder gut!