Mein Kalender 2018 ist fertig. Kunterbunt wie das Leben. Ich bin zufrieden.

Hier gibt es alles zu sehen.

 

Neues von der Wanderbaustelle nach einem Gespräch in der Radiologie:

Am 2.1.2018 findet ein Planungs-CT statt. Da wird eine "blaue Matte" für mich angefertigt, in die ich mich dann bei den Bestrahlungen reinlegen darf, damit ich immer exakt gleich liege.
Es werden 3 Atem-CTs gemacht, da die Lungenmetastasen sich beim Ein- und Ausatmen hoch und runter bewegen und man bei der Strahlung genau die Mitte erwischen muß.
Nach Sichtung der Bilder entscheidet der Arzt, ob man alles in einem bestrahlen kann oder erst 2 Metastasen und dann eine Einzelne.
Die Strahlen zerstören die DNA der Krebszellen und die Radikalen in der Zelle, so daß sich die Zellen umbauen oder absterben.

Das Ganze nennt sich Radiochirurgie oder Stereotaxie und ist eine ziemlich nebenwirkungsfreie Behandlungsmethode. Schlimmstenfalls gibt es eine Lungenentzündung, die man gut behandeln kann oder die punktgenaue Bestrahlung wirkt einfach nicht.

Ich: Im Vergleich zu allem anderen, klingt das nach Ponyhof.
Arzt stutzt, guckt nochmal in die Akte: Jo, im Vergleich zu dem bisher Überstandenen ist das tatsächlich Ponyhof!

Los geht es am 9.1. - vorher muß ich nur die Leber überleben.

Und wie schon beim ersten Mal war ich wieder am falschen Standort. Das entwickelt sich langsam zum Running Gag.
Jedesmal stehe ich im Hochschulstadtteil und melde mich fröhlich an, man findet mich nicht im Computer und stellt dann fest, das ich zur Sana-Klinik gemußt hätte.
Könnten mir die Ärze ja auch mal sagen!

De Arzt erzählte noch, daß es früher nur zwei Formen der Krebsbehandlung gab: Heilung oder Palliativ. Und eigentlich fand jede Therapie stationär im Krankenhaus statt.
Heute wird fast alles ambulant gemacht und wenn keine Heilung möglich ist, dann versucht man "ein Leben mit Krebs" zu führen.

Wenn es abends so spät wird wie gestern nach dem Konzert, komme ich morgens nicht aus dem Bett. Also hab ich mir einen Urlaubstag gegönnt und den Taunus eine Runde bewegt. ♥ Noch liegt kein Salz.

Apfel, (Tau)nus(s) und Mandelkern, mögen große Frauen gern`.

Ich hab keine Ahnung, wie oft ich Billy Bragg schon gesehen habe. Auf jeden Fall war es gut wie immer seit über 30 Jahren!

 Und traditionell wurde ich auf der Rückfahrt in der Zone 30 geblitzt. Grummel.

Um 9 Uhr war ich beim Onkologen. Chemo gab es nicht, dafür wollte ich den Port gecheckt haben und nochmal mit dem Onkologen reden.

Port ist okay. Warum beim letzten Spülen und Abstöpseln noch lange das NaCl trotz Draufdrücken aus der Einstichstelle lief? Keine Ahnung. Passiert mal. Und warum die Gegend um den Port weh tat? Auch keine Ahnung, kann mal vorkommen, z.B. durch eine Reizung. Auf jeden Fall ist er nicht verstopft und funktioniert tadellos beim Blutabnehmen und Spülen.

Der Onkologe hat einen Termin in der Radiologie klargemacht. Er möchte die Chemopause (also den Dezember) nicht ungenutzt verstreichen lassen und parallel zur OP alles für die Bestrahlung der Lungenmetastasen vorbereiten.
Dienstag, den 5.12. um 11 Uhr erfahre ich mehr. Ich gehe davon aus, daß es direkt nach den Feiertagen mit Chemo und Bestrahlung weitergeht. Die Vorstellung, daß die Scheixxe die Pause nutzt, um sich weiterzuverbreiten ist nicht gut.

Weihnachtsfeier mit meinem Team, zumindestens mit den Lübeckern. Weihnachtsmarkt I hab ich ausgelassen. Ohne Mittagsschlaf schaffe ich den Abend nicht.

Weihnachtsmarkt II auf dem Koberg hab ich mir nicht entgehen lassen.

Um 18:30 Uhr sind wir ins "Da Luigi" in der Fischergrube 18 gegangen. Das ist ein guter Italiener in wirklich schönen Räumlichkeiten!

Krankheitsbedingt waren wir nur 10 Leute, dafür aber eine kleine, feine Runde.

So eine Mauernische hätte ich auch gerne zuhause.

Um Dunkeln ist Lübeck noch schöner!

Das war ein sehr schöner Abend. Der für mich klassische Ablauf einer Weihnachtsfeier: Weihnachtsmarkt und Essen und dazu gute Unterhaltungen und viel Spaß in geselliger Runde. Perfekt.

Ich wollte gerade in die Kantine gehen, als ich zwei verpaßte Anrufe auf dem Handy entdeckte.

12.08 Uhr und 12.11 Uhr - Stralsund hat gerufen. Stralsund? Da war doch was... der Onkologe redet doch immer von Stralsund? Ich ruf mal besser zurück.

Es war der Professor selber, der mich am 12.12. an der Leber operieren möchte. Die Lunge wird zur Zeit nicht als lebensbedrohlich angesehen, die Leber hingegen schon. Die Metastasen, die am Rand liegen, sollen weggeschnitten werden. Die zentralen Metastasen in der Mitte werden punktiert und mit Hitze zerstört. Das nennt sich wohl Mikrowellenablation. Wenn alles gut läuft, bin ich vor Weihnachten wieder zuhause.

Die Chemo am Mittwoch soll nicht mehr stattfinden, damit die OP möglich ist.

Zwei Probleme gibt es noch. Die Thrombose im Oktober macht alles nicht einfacher. Ich muß tatsächlich bis zur OP (und auch danach) weiter Clexane spritzen, weil ich sonst eine Lungenembolie bekomme. Wie das gehen soll, wenn der Betriebsarzt aufgrund der Blutungsgefahr nichtmal die Grippespritze setzen wollte, verstehe ich nicht. Der Professor meinte aber, das bekommt er hin.
Und das Stoma, das direkt auf der alten Lebernarbe liegt, die nun wieder aufgemacht wird, liegt irgendwie im Weg. Bei der Gelegenheit wird also das Stoma zurückverlegt. Plötzlich und unerwartet. Es muß nur nochmal "hinten reingeguckt werden", um zu prüfen, ob alles gut verheilt und dicht ist. 

Der Anruf hat mich irgendwie überrascht. Den mußte ich erstmal verarbeiten. Uff.

Der Gedanke an eine dritte große Bauch-OP macht mich nicht wirklich glücklich. Wieder wie ein Maikäfer auf dem Rücken liegen und diese fiesen Schmerzen haben... nicht lustig! :-(
Dazu kommt noch, das unter Blutgerinnungsmitteln keine Schmerzpumpe möglich ist. Die Gefahr einer Einblutung und eines Querschnitts beim Periduralkatheter ist einfach zu groß. Scheixxe.

Und dann sagte der Professor noch: "so wie der Onkologe sie geschildert hat..."
Ich: "Moment! Jetzt will ich aber wissen, was er gesagt hat."
Professor lachte: "Er hat sie als Frau in gutem Zustand beschrieben, die aktiv ist und alles macht.
Ich: "Na, okeee."


Zweiter Lacher.
Professor: "Was wiegen Sie denn?"
Ich: "Moment, da muß ich erstmal meine Bürotür zumachen!"
Er prustet und antwortet dann mit einem... "Respekt!"

Ich kotz im Strahl!

Eigentlich wollte ich diese Woche mit einem "Freund", der in Dänemark weilte, zu "meinem" Leuchtturm fahren und ihn mir endlich anschauen. Die Fahrt (Lübeck - Hvide Sande und von dort weiter nach Skagen und wieder zurück nach Hvide Sande) hat mich abgeschreckt. So lange im Auto sitzen, mäßiges Wetter und Dunkelheit ab 16 Uhr waren gute Gründe, mich nicht aus meiner Komfortzone zu bewegen. Eine schlechte Kondition und Nervenirritationen waren ach eine gute Ausrede.

Und dann steht heute in der Zeitung:

Siehe auch hier:

https://www.shz.de/deutschland-welt/panorama/juetlands-bekanntester-leuchtturm-kurz-vor-sturz-ins-meer-id18237886.html

 Ja Scheixxe! Verdammte! Das kommt davon, wenn man Sachen nicht einfach macht und sofort umsetzt. Irgendwie dachte ich, der Leuchtturm überlebt mich und nun könnte sich das Blatt wenden.

Ich arbeite an Plan B. Ich will diesen Leuchtturm besteigen!

Ich dufte gut!

Die Oma meines Puschi-Kollegen backt seit Jahren für uns. Sie ist mittlerweile 94 und immer noch fit, während wir in der Adventszeit alle mit den Pfunden kämpfen. ;-)

Beneidenswert, wenn man alt und gesund ist. Besser als jung (naja - semi-jung) und krank.

Wie aufregend! Ist ein Leben ohne Homebutton möglich?

Um 7.30 Uhr stand ich bei UPS in Reinfeld auf dem Hof, um mein iPhone X in Empfang zu nehmen. Die waren sogar so freundlich, es vor 8 Uhr rauszurücken.

Tadäää! Ich zelebriere es. :-)

Die Spannung steigt!

So sieht es aus:

Eigentlich ist es verrückt, 2500 Mark für ein Telefon auszugeben. Ich wollte es aber haben und mich daran erfreuen und ich habe keine Zeikt, auf das iPhone 20 zu warten. So what?

Vergeblicher Zustellversuch! Verdammte Axt. Die Lieferung war zunächst im Zeitraum vom 21.-28.11. angekündigt und auf den 30.11. verschoben worden.

Heute ist der 20.!

Und nun? Morgen vergebliche Lieferung in der Mittagszeit oder selber abholen?

Ein anstrengender Dienstag, an dem es 2x nach Hamburg ging.

Einmal zur Besprechung. Keks geht ja immer.

Und abends dann mit dem Lieblingsbruder zum Tote Hosen-Konzert. Ich weiß gar nicht, auf wievielen Hosen-Konzerten ich schon war. Den Überblick hab ich verloren. Ich weiß nur, es ist immer genial, auch wenn ich mittlerweile einen Sitzplatz benötige.

DTH - Hasta la muerte ! ♥

Aufs iPhone 20 warte ich nicht... Man gönnt sich ja sonst nichts!

Die neue Hülle ist mitternachtsblau - passend zu den kornblumenblauen Thrombosestrümpfen. Muhahahaha.

Ein perfekter Mädelstag!

Heike abgeholt und bei Starbucks erstmal Kaffee getrunken. Dann stießen Beate, Ingeborg und  Sandra dazu.

Die Möckebergstraße unsicher gemacht.

Stärkung im Cafe Paris. ♥

Das ist sooo schön!

Der Automat wäre was für den GöGa!

Weiter zum Alsterhaus.

Das ultimative Notizbuch gefunden!

Ein Gruppenfoto am Jungfernstieg gemacht.

Und dann gedröhnt und geklönt und kaputtgelacht, z.B. über diesen Wassernapf unterm dem Tisch beim Italiener.

Ein wunderbarer Tag. Anstrengend und trotzdem unheimlich motivierend. Danke Mädels! Ihr seid super. ♥♥♥

Der Onkologe ist mit dem CT ganz zufrieden. Die Richtung stimmt. Nun gibt es drei weitere Chemos im 2-Wochen-Rhythmus und in der Zeit wird geklärt, ob man den Lungenmetastasen und der Leber Radiologisch zu Leibe rücken kann. Das wäre wohl eine andere Strahlentherapie als beim letzten Mal. Keine 28x, sondern 6-8x und dafür hochdosiert. Um die Leber wird man sich evtl. in Stralsund kümmern.

Schaun mer mal.

"Haben Sie sonst noch Fragen?" - "Ja, wie hieß das Buch nochmal, von dem Sie neulich sprachen?"

Die Triologie heißt "Dein Gesicht morgen" - siehe z.B. Rezension in der ZEIT.

Bei der Gelegenheit wurde es philosophisch. Welche drei Bücher sollte man auf eine einsame Insel mitnehmen?

1) Don Quijote

2) Leben und Ansichten von Tristram Shandy. Gentleman von Laurence Sterne

3) Anna Karenina

Ich fange an, den Doc richtig gerne zu mögen.

 

 

 

Um 10.30 Uhr hatte ich meinen Termin zur Grippeimpfung bei meinem Arbeitgeber. Wahrheitsgemäß habe ich im Fragebogen angegeben, ich nehme Blutverdünnungsmittel. Eine sonstige Erkrankung habe ich verneint.
Trotzdem wurde ich nicht geimpft, weil der Arzt das Risiko von Einblutungen zu hoch findet und die Verantwortung nicht tragen kann usw.
Nach Rücksprache mit dem Onkologen soll ich mich unbedingt impfen lassen gegen Grippe. Der Kollege soll das Zeug nicht muskulär, sondern subkutan, also unter die Haut spritzen.

Die Fahrt zur Arbeit hat sich trotzdem gelohnt. Es gab allerfeinsten Grünkohl in Restaurantqualität! Natürlich mit Zucker. Leeeeecker! ♥

Die maßangefertigten Thrombosestrümpfe sind da! In schickem kornblumenblau.

Sie tragen sich sehr angenehm.

Jetzt ist es soweit. Ich freu mich über Thrombosestrümpfe!? Hilfe.

11.20 Uhr Termin zum CT. Es soll ein Abgleich zwischen dem 31.7. und heute gemacht werden. Was hat sich durch die Chemo getan? Hat sich was getan?
Wenn ich keinen Büddel hätte, würde ich mir vor Angst in die Büx scheixxen. Ehrlich.

Schnellbefund:
Lungenmetastasen ca 1/4 kleiner, Lebermetastase wie gehabt. 
Das werte ich erstmal als positiv, wenn einem nichts Neues und Großes ins Auge springt. Ansonsten steckt der Teufel vermutlich wieder im Detail.

Ich bin morgens todmüde. So müde wie meine Büroschildkröte.

Nachmittags hab ich eine Stunde komatös geschlafen und war schon am Überlegen, die Verabredung am Abend abzusagen. Gott sei Dank hab ich mich doch noch aufgerafft!
Es geht doch nix über einen gepflegten Mädelsabend mit viel Lachen. Herrlich. Die vier Stunden haben mir echt gutgetan.

Auf der Arbeit ist Indian Summer. Leider kommen die Farben auf dem Handy nicht so raus.

Aber warum haben die die Fenstergriffe abgebaut? Damit man nicht rausspringt? ;-)

Wenn das Bein zu lange runterhängt, wirds dick und tut weh. Ansonsten sieht es aber schon deutlich besser aus.

Ein Anruf im Sanitätshaus ergab: Thrombosestrümpfe Klasse 2 müssen bis 11 Uhr spätestens ausgemessen werden, danach sind die Beine zu dick. Also stand ich um 9 Uhr auf der Matte und hab mich für die Farbe Kornblume entschieden. In meiner Größe gibt es die natürlich nicht von der Stange, sondern es muß eine Maßanfertigung sein. Dauert zwei Wochen. :-(

Dann trink ich solange eben Rotwein. Das ist auch gut für die Gefäße und macht das Kackisacki-Basteln lustiger.

Wo bleibt eigentlich das angekündigte Traumwetter des Wochenendes? Bis 12 Uhr konnte man es gut unter flauschigen Decken aushalten.

Und dann war es da! Ich hab mich in die vorhandenen Thrombosekniestrümpfe gestürzt , bin mit Hilde zum Turbo gefahren und habe den startklar gemacht. 

Eine kurze Fahrt über die Landstraßen Ostholsteins mußte einfach sein!

Immerhin ist mein Leben endlich. :-(

8 Uhr - Die Apotheke hat die Thrombosespritzen in Megadosierung natürlich nicht da. War irgendwie klar, daher hatte ich vorher schon mit den vorhandenen Spritzen improvisiert.

Ab in den Sessel, Beine hoch und lesen. "Das Geräusch einer Schnecke beim Essen" von Elisabeth Tova Bailey ist ein echtes Highlight. Ein wunderbares Buch, bei dem man ganz ruhig wird und es auf sich wirken lassen kann.

Um 17.30 Uhr waren die Thrombosespritzen da. Allerdings nicht in meiner Stammapotheke am Bahnhof, sondern im Hochschulstadtteil.

Was tut man nicht alles fürs Überleben?

 

Der GöGa machte Ole fertig und ich trank in Ruhe meinen Kaffee, als ein Blick auf mein rechtes Bein fiel. Nun waren meine Beine noch nie schön und Schwiegermutter hat mit 80 hübschere Beine, als ich sie mit 20 hatte; so häßlich war der Unterschenkel aber noch nie. Dick und mit einer Handgroßen roten, glänzenden Stelle und das Ganze nei näherer Betrachtung auch noch warm. Da brauch ich nicht lange 1 und 1 zusammenzählen, sondern weiß: ich hab ein ernstes Problem. Eine Thrombose trotz abendlicher Thrombosespritzen? Unter Avastin ist ein erhöhtes Thromboserisiko bekannt. Mir geistert ein um 15% erhöhtes Risiko im Kopf herum. Bravo.

Also stand ich 20 Minuten vor der Öffnung in der Hausarztpraxis auf der Matte. Frau Dr. meinte, es könne entweder eine öberflächliche Venenentzündung sein oder in den tiefen Beinvenen sitzen. Sie nahm Blut ab und schickte es als Notfall ins Labor. Mittags sollte das Ergebnis da sein. um 12.30 Uhr war es nicht da. Problem: Wir müssen um 13 Uhr die Orthesen anpassen und abholen und die Praxis ist nun auch urlaubsbedingt geschlossen. Bravo.

Um 12:53 Uhr kam der angekündigte Anruf von Frau Doktor: Sofort ins Krankenhaus! Die Dimere liegen bei 3100 - viel zu hoch und klassisch für eine Thrombose. Das muß sofort mit Ultraschall abgeklärt werden. Wie morgens abgesprochen, wirft Frau Doktor mir die Einweisung auf ihrer Hausbesuchsrunde vorm Urlaub in den Briefkasten.

Um 14.45 Uhr bin ich ohne die Papiere in die Uni gefahren. Die Unterlagen kamen per Photos um 15.15 Uhr per Whatsapp. Und dann wurde es spannend. Die Notaufnahme brechend voll. Die Anmeldung geschlossen. Nix passiert. Warten. Freitagnachmittag am letzten Schultag vor den Herbstferien ist ein richtig schlechtes Timing für so eine Aktion.

Um 15.55 Uhr wurde ich aufgerufen und durfte mich anmelden. Der Computer hat als Ankunftszeit 15:58 Uhr registriert. Aufnahme der Personalien unter Vorzeigen der Whatsapp-Nachrichten mit den Fotos der Überweisung. Geschätzte Wartezeit 4 Stunden MINIMUM. Um 16.20 Uhr erfolgte die erste Untersuchung bei der die Priorität festgelegt wird. Priorität 30 Minuten. Das ist auch nicht beruhigend.

Tatsächlich hatte ich schon um 16.45 Uhr ein Bett unterm Hintern und durfte mich da ohne Hose und Schuhe reinlegen. Es folgten: Blutabnahme (hat die studentische Hilfskraft großartig hinbekommen. Chapeau!), Blutdruck messen und ein EKG, bevor gegen der Ultraschall gemacht wurde.Ergebnis: Eine fette 2-Stufen-Thrombose im rechten Bein.
Der junge Arzt fragte, ob ich über meine Erkrankung informiert sei und wüßte, was ich habe. Nein, die Tragweite einer Krebserkrankung, die schön gestreut hat und unheilbar ist, ist mir nicht bekannt. *grumpf*

Man beachte die zu kurzen Etiketten! :-)

Die nächste studentische Hilfskraft drückte noch an meinem Ohr rum und war verwirrt, als ich fragte, ob das eine BGA werden soll. "Sind Sie vom Fach?" ;-)

Von der Notaufnahme gings dann in die Folgestation. Der nette junge BGA-Mann schob mich im Bett dorthin. Das Bett war schlimmer als ein störischer Einkaufswagen und fuhr überall hin, nur nicht dahin, wo es hin sollte.
Und da lag ich dann im zugigen Flur, müde, hungrig und genervt und wartete auf den Arztbrief und eine Thrombosespritze. Der Arzt versprach, daß er diesen bis 22 Uhr fertig hat, da er dann Feierabend hat. Ächz.

Bei der Übergabe des Arztbriefes (offizielles Auschecken laut Arztbrief um 21:29 Uhr), fragte ich den Arzt, was denn nun mit meinem Bein sei? (Ich hatte vorher schon gefragt, was ich dem Bein denn nun Gutes tun könnte? Hochlegen? Laufen? Stehen? Sitzen?) Die Antwort lautete: Sie haben eine Thrombose! Ja, das hatte ich morgens schon selber diagnostitiert.... und was tu ich der Thrpmbose Gutes? Gut sind Laufen und Liegen. Schlecht sind Stehen und Sitzen. Als ich dann meinte, dann müsse ich mir für die Arbeit was einfallen lassen, und das Bein da irgendwie auf einem Hocker hochlegen, bekam ich zur Antwort: Arbeit? Wieso arbeiten? Bei ihrer Diagnose müssen Sie nicht mehr arbeiten gehen. Ihr Leben ist endlich und die Zeit läuft.

Der Arzt hat das lieb gemeint. Ganz sicher. Er wünschte mir mehrfach alles Gute, trotzdem waren diese Sprüche richtig scheixxe.

Der Weg zum neuen Parkhaus war eine Qual, wilde Wege durchs Gebäude und endlos weit, wenn man schlecht humpelt. 21.45 Uhr Parkhaus, 22.30 Uhr zuhause. Erledigt.

Boah, ich hab müde, schmerzende Beine, wie in der Werbung.

 

Wandertag. Teambildende Maßnahme. Ein prima Geschenk des Arbeitgebers. Danke dafür!

Wir haben eine Tour durch Lübeck gemacht. Eat-the-world - eine Stadtführung, bei der man zwischendurch in kleine, inhabergeführte Restaurants/Cafés einkehrt, um diese verborgenen Schätze kennenzulernen. Vorab waren wir bei Fräulein Brömse. Ein Zufallsfund und eine echte Empfehlung! Ein ganz süßes Café, in dem es nicht nur warmen Hefezopf gibt, sondern auch traumhafte Schweinereien.

Bei der Stadtführung habe ich meine schlechte Kondition bemerkt. Man kann doch nicht so einen Muskelkater haben von ein bißchen Bewegung. Ätzend!


Highlights der Tour und mir bislang völlig unbekannt:

Die Schokoladenmanufaktur Evers&Tochter - Hammer

Die Konditorei Gaumenfreude - da man kann sogar veganen Kuchen essen und er schmeckt.

Die Schiffergesellschaft ist echt kein Scheixxladen, zumindestens nicht nach dem Inhaberwechsel 2015. Die Räume sind einfach gediegen. Und das Essen lecker.

Ich habe das erste Mal in meinem Leben SALAT gegessen. Feldsalat mit Granatapfel, einem rosa Dressing und einer genial krossen Speckscheibe.

Der Hauptgang war eine Maishähnchenbrust mit Serviettenknödeln, grünen Bohnen und Champignonsauce.

Zum Dessert gab es ein Marzipanparfait auf Bratapfel.

Gott sei Dank hab ich vorm Dessert nochmal den Büddel geleert. Da war alles in Ordnung. Und dann - Tadäää... beim Rausgehen bemerkte ich, daß der Scheixxbeutel suppte. Ich bin schnell aufs Klo, hab ein Gästehandtuch (was man so im Rucksack mitschleppt, nee!?) zwischen BH und Gürtel um den Büddel herum drapiert und dann gings im Schweinsgalopp nach Hause. Bis auf ein paar nasse Flecken auf dem Shirt ist nix passiert und niemand hat es mitbekommen. Uff.

Bleibt die Frage:

Warum wieder in der Schiffergesellschaft? Das kann doch nicht sein! :-(

Auch, wenn es einem vielleicht nicht immer gefällt, frühzeitige Mobilisation ist das A und O.

http://www.heliosaktuell.de/regionen/mitte/guten-appetit/

Oles Mutter hat Krebs und ein richtiges Problem.

Erste Überlegungen für eine weitere Webseite wurden verworfen. Wer soll den Kram irgendwann mal pflegen oder vom Netz nehmen? Die Frage stellt sich bei Oles Blog ja auch schon.

Und um Oles Blogeinträge nicht mit dem Scheixx-Krebs zu belasten, gibts hier vorerst ein kleine Rubrik mit unsortierten Gedanken und Statements. Vielleicht verschwindet das auch wieder - das ist alles noch unausgegoren.

Was ist der Unterschied zwischen einem Zäpfchen und einem Marschflugkörper?
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Das M

Immer wieder gut!